1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 7 und Fazit

Eine Woche Clean Eating (vegan, versteht sich) liegt hinter mir. Und ich bin froh, den Selbstversuch gewagt zu haben. Denn es ist ja immer schön und gut, über Dinge nachzudenken. Wenn man es dann aber wirklich ausprobiert, fallen einem doch Sachen auf, auf die man mit noch so ausführlichem Nachdenken nicht gekommen wäre. Heute starte ich den Post gleich mal mit meinen Erfahrungen, die ich diese Woche gesammelt habe.

Wenn man die Regeln für “Clean Eating” betrachtet (diese hat Svenja  hier gut zusammengefasst), klingt alles erst einmal logisch und unkompliziert. Vollkorn, wenig verarbeitete Lebensmittel, viel Trinken und 5-6 Mahlzeiten am Tag. Doch, wie in den meisten Fällen, steckt auch hier der Teufel im Detail und ich habe öfter Tante Google bemühen müssen, um herauszufinden, welche Lebensmittel wirklich “clean” sind und welche nicht (Stichwort Agavendicksaft, dazu gibt es z.B. widersprüchliche Aussagen). Ich muss dabei zugeben, dass ich mich für diese Blogparade ja recht spontan entschieden habe und mich (außer im Internet) noch nicht tiefer in die Materie eingearbeitet hatte. Deshalb:

Fazit #1: Ich möchte mich ausführlicher mit “Clean Eating” beschäftigen und mich weiter einlesen.

Das nimmt ja auch schon irgendwie das zweite Fazit vorweg, nämlich, wie es denn weiter geht. Ich fand es insgesamt sehr spannend, meine Ernährungsgewohnheiten einmal wieder zu überdenken und auf den Prüfstand zu stellen. Die Entscheidung gegen etwas (im Falle von “Clean Eating” u.a. verarbeitete Lebensmittel und Süßigkeiten) beinhaltet ja auch immer eine Entscheidung für etwas (also für Obst, Gemüse, Nüsse und Saaten, also für nährstoffdichte Lebensmittel). Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich auch sehr gut ohne das eine oder andere Produkt auskommen kann, wenn ich mir geeignete Alternativen dafür suche. Ich habe mir also vorgenommen, wieder bewusster zu essen und mehr “Clean Eating” in meinen Alltag zu integrieren. Allerdings möchte ich es nicht dogmatisch angehen und hin und wieder Seitan, TVP, einen Kuchen oder ein Eis essen, welches nicht den “Clean Eating”-Standards entspricht.

Fazit #2: In Zukunft möchte ich bewusster essen, aber (noch?) nicht 100 % “clean”.

Nun zu meinem cleanen Sonntag:

Morgens gab es eine Hirsecreme mit Äpfeln, Kiwi und Rosinen. Im Originalrezept wurden getrocknete Cranberrys verwendet, allerdings sind alle, die ich bisher finden konnte mit Zucker gesüßt, also nicht clean. Sollte jemand eine Quelle für ungesüßte, getrocknete Cranberrys kennen, hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar, vielen Dank!

Clean Eating Vegan Hirsecreme mit Kiwi und Rosinen

Als Snack gab es eine Scheibe Brot und Obst. Und am späten Nachmittag gab es dann was Süßes. Wer glaubt, “Clean Eating” sei gleichbedeutend mit Verzicht und Askese – hier ist der Gegenbeweis. Die “Death by Chocolate” Schokotarte von einem meiner Lieblingsblogs, eat this! Ich habe den Kuchen in einer 20cm Springform zubereitet und und ein Achtel Stück hat mich schon zufrieden gestellt. Außerdem ist die Tarte viel schneller gemacht, als es aussieht.

Clean Eating vegan Death by Chocolate Raw Cake ohne Backen

Nachdem Schokoschock gab es am Abend dann noch einen leckeren, einfachen Salat.

Clean Eating vegan Salat mit Avocado

Jetzt bin ich nur noch gespannt wie das Fazit bei Svenja von freiveganlife, bei Saskia von Sasisraaainbowlife und  bei Kerstin von littlenecklessmonster_food ausfällt. Und auf dem Pinterest-Ordner zu unserer Blogparade findet ihr nochmal alle Beiträge übersichtlich in Bildern.

 

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 6

Tag 6 clean und vegan ist vollbracht. Nach einem nährstoffreichen, schmackhaften und reichlichen Frühstück (siehe unten) ging es erst einmal zum Einkaufen, denn Obst wurde langsam knapp. Dabei hatte ich erst Mitte der Woche für Nachschub gesorgt. Aber Obst bietet sich als schnelle Zwischenmahlzeit einfach an, wenn sich ein paar Stunden nach der letzten Mahlzeit der kleine Appetit meldet. “1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 6” weiterlesen

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 4

Heute wurde es happig. Eine goldene Regel des “Clean Eating” lautet, 5-6 Mahlzeiten am Tag. Warum denn das? Damit der Blutzuckerspiegel gar keine Chance hat, abzusinken und keine Heißhungerattacken entstehen. Diese Erfahrung hat Svenja von freiveganlife (Initiatorin dieser Blogparade) ja schon am Dienstag gemacht (wie sie damit umgegangen ist könnt ihr hier nachlesen).

Ich hatte zum Glück kein Junk-Food in Reichweite, sodass ich gar nicht in Versuchung gekommen bin. Post-it an mich: Das nächste Mal muss ich mich einfach besser vorbereiten, z.B. am Vortag einen Smoothie machen, den ich dann einfach unterwegs schlürfen kann.

Manchmal gibt es einfach Dinge im Leben, die noch wichtiger sind, als essen. Deswegen habe ich das Frühstück durch eine Tasse schwarzen Kaffee ersetzt. Aber Kaffee (ohne Zucker, versteht sich) ist “clean”. Auch für die erste Zwischenmahlzeit war keine Zeit.

Dafür habe ich mir mittags dann einen Smoothie Bowl gemacht. Bilder davon habe ich in letzter Zeit öfter auf Food Blogs gesehen. Das sind Smoothies zum löffeln. Der dickflüssige Smoothie bestand bei mir aus Kokos-Kefir-Joghurt nach einen Rezept von Kraut-Kopf, TK-Blaubeeren und einer Banane. Getoppt wurde alles mit frischen Blaubeeren, Kiwi, Dinkelflocken und Mandelblättchen.

Smoothie Bowl vegan mit Kokos-Kefir Clean Eating

Am Nachmittag gab es dann einen Rohkostteller mit Kohlrabi-, Karotten- und Gurkensticks mit Chaat Masala, das Mr. B. mal aus Indien mitgebracht hat.

Clean Eating Rohkostteller mit Chaat Masala

Abends gab es ein Briam vom Blech, quasi eine Expressversion dieses Rezepts. Außerdem habe ich statt des Tofus selbstgemachten, gebackenen Mandelfeta verwendet.

Clean Eating Express-Briam mit DIY Mandelfeta vegan

So, und jetzt surfe ich noch bei meinen Mitstreiterinnen vorbei, wie es ihnen beim Clean Eating ergangen ist, bei Svenja von freiveganlife, bei Saskia von Sasisraaainbowlife und  bei Kerstin von littlenecklessmonster_food.

 

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 3

Ein Thema, das mich seit Beginn dieses Experiments beschäftigt, sind die Süßungsmittel. Meine Recherche ergab, dass wohl “roher Honig” (der fällt ja weg, da nicht vegan) und Ahornsirup “clean” sind. Letzteres freut mich, da ich dessen karamelligen Geschmack liebe und gerne Pancakes oder Oat Meal damit süße.

Überrascht hat mich allerdings, dass Agavendicksaft nicht “clean” ist. Dieser wird aus der Agavepflanze hergestellt (der Pflanze, aus der auch Tequilia gemacht wird, aber Alkohol soll beim Clean Eating ja auch vermieden werden) und mit einem aufwendigen Verfahren eingedickt und haltbar gemacht.

Da ich die ersten 3 Tage alle Süßungsmittel weggelassen habe und ungesüßte Pflanzenmilch oder Sojajoghurts verwendet habe, habe ich den gestrigen Porridge z.B. mit zerdrückter Banane gesüßt, auch sehr fein. Eine Variante, die ich beibehalten werde.

Nun zu meinem heutigen Essverhalten:

Morgens: Kerniges Roggenbrot mit Cashewmus, dazu eine Tasse Schwarztee.

Mittags: Ein Sandwich mit Avocado, Tomate und Ruccola (letzterer frisch aus dem Garten) und ein Joghurt mit Obst als Dessert

Clean Eating vegan Avocado Sandwich mit Vollkornbrot

Snack: Nüsse, Obst

Abends: Ein großer Salat mit gerösteten Kidneybohnen (2 Teller davon).

Clean Eating Salat mit gerösteten Kidneybohnen

Wasserstand: mindestens 2 Liter

Wie es meinen Mitstreiterinnen bei der Clean Eating Woche wohl ergangen ist? Ich schau gleich nach bei Svenja von freiveganlife, bei Saskia von Sasisraaainbowlife und  bei Kerstin von littlenecklessmonster_food.

Wie ist denn Eure Meinung zu Zucker und Co.? Berichtet mir bitte davon in den Kommentaren!

 

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 2

Ich bin ja das Thema Clean Eating angegangen, wie die meisten ihre “vegan”-Selbstversuche. Nämlich unvorbereitet. Und heute hat sich diese mangelnde Vorbereitung ein bisschen gerächt. Es wurde etwas chaotisch, insbesondere einen Rhythmus für die 5-6 Mahlzeiten zu finden, war gar nicht so einfach. Deshalb sind bei akut auftretendem Hungergefühl immer wieder ein paar Nüsse oder Früchte in meinen Mund gewandert. Ob das so clean ist, also Zwischenzwischenmahlzeiten? Außerdem mache ich mir gerade dauernd Gedanken ums Essen. Ist das clean? Oder das? Lach, was kannst du jetzt noch essen?

Das ein oder andere konnte ich allerdings doch noch finden. Hier mein Essenstagebuch:

Morgens: Chiabrot mit Cashewmus und Roibuschtee.

Clean Eating Frühstück Chiabrot Cashewmus

Mittags: Porridge aus Hafer-, Dinkel- und Gerstenflocken mit DIY-Mandelmilch und Obst.

Clean Eating Porridge mit Erdbeeren

Nachmittagssnack: Chiabrot mit Avocado und Tomaten

Clean Eating Avocado Brot

Abendessen: Vollkornnudeln mit Pak Choi und Karotten in Erdnuss-Sesam-Sauce.

Betthupferl: Kakao mit DIY-Mandelmilch.

Wasserstand: 3 l + x

Jetzt muss ich nur noch schnell schauen, was die anderen so machen: Svenja von freiveganlife, Saskia von Sasisraaainbowlife und  Kerstin von littlenecklessmonster_food.

 

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 1

Diese Woche nehme ich an einer Blogparade von der lieben Svenja von freiveganlife teil, es geht darum eine Woche lang “clean” zu essen. Ich habe mich recht spontan dazu entschlossen und mir gedacht, so schwierig kann das doch nicht sein, denn ich koche fast ausschließlich frisch und meiner Meinung nach gesund. Ob das wirklich alles so einfach ist, wird sich im Laufe der Woche herausstellen.

Wenn Euch meine Erfahrungen interessieren und Ihr nichts verpassen wollt, folgt mir doch auf facebook, bloglovin, hier per E-Mail (siehe rechts für das Abonnement) oder per rss-Feed.

Warum denn Clean Eating und was ist das überhaupt?

Der Begriff “Clean Eating”, also “sauberes Essen” stammt von Autorin und Fitnessmodel Tosca Reno. Und “Clean Eating” ist der neue Food-Trend, quasi das neue “vegan.” Wobei ich ja nicht vegan lebe, weil es gerade “in” ist, sondern aus ethischen und ökologischen Gründen (diese hier weiter auszuführen würde allerdings den Rahmen des Posts sprengen, bei Fragen bitte gerne einen Kommentar hinterlassen). Bei “Clean Eating” handelt es sich auch nicht um eine kurzfristige Diät, sondern um eine Ernährungsweise, die auf Dauer beibehalten werden kann. Es sollen verarbeitete Lebensmittel und insbesondere Fertigprodukte, Zucker und Weißmehl gemieden werden, statt dessen Vollkornprodukte, Obst und Gemüse verzehrt werden. Insgesamt soll es 5-6 Mahlzeiten geben und dazu sollen 2-3 Liter Wasser oder ungesüßter Tee am Tag getrunken werden. Das klingt etwas nach der Vollwertküche der 1970er Jahre, diese ist nur nicht so sexy.

Über diese Konzept bin ich schon vor einer Weile gestolpert und fand es sehr interessant. Man macht sich ja – wohl als Foodblogger besonders – Gedanken um seine Ernährung. Und dass die Schokolade als Snack zwischendurch und der Keks als Betthupferl nicht die gesündeste Option ist, sollte einem auch ohne die intensive Beschäftigung mit Ernährungslehren klar sein. Der Aufruf zur Blogparade von Svenja hat dann den Ausschlag gegeben, mal den Praxistest zu wagen.

Los gehts:

Frühstück: Es gab ein Erdmandelfrühstück mit Erdbeeren und Mandelplättchen, dazu eine Tasse Roibuschtee.

Erdmandelfrühstück vegan clean eating

Zwischenmahlzeit: Eine Handvoll Nüsse und Obst.

Mittagessen: Selbstgebackenes Chia-Brot mit Erdnussmus und Banane, dazu noch ein Apfel.

Chia-Brot mit Erdnussmus und Bananen vegan clean eating

Zwischenmahlzeit: Ungesüßter Sojajoghurt mit gepopptem Amaranth und Erdbeeren und Kiwi.

Sojajoghurt mit Amaranth und Obst vegan Clean Eating bm

 

Abendessen: Weißer Spargel aus dem Ofen mit Zitronenkartoffeln.

Ofen-Spargel vegan Clean Eating

Wasserstand: 3 Liter

Neben Svenja machen noch Saskia von Sasisraaainbowlife und  Kerstin von littlenecklessmonster_food mit. Schaut doch bei den dreien auch vorbei.

 

Schnellster Couscous-Salat ohne Kochen mit Kichererbsen (vegan)

Ich liebe schnelle und unkomplizierte Rezepte, die dennoch lecker und befriedigend schmecken. Jetzt hab ich die schnellste und praktischste Variante für Couscoussalat entdeckt, ganz einfach und ohne Kochen. Nur alle Zutaten verrühren, über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen und… fertig! Das einzige, worauf man achten sollte ist dass die Gurken und Tomaten schön saftig sind (sonst eventuell einen Schuss Wasser zugeben), damit der Couscous schön quellen kann. Man kann auch eine größere Menge (wie hier im Rezept angegeben) auf Vorrat zubereiten, und ihn mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Turboschneller Couscous-Salat ohne Kochen

Zutaten:

  • 500 g Couscous
  • 1/2 Salatgurke
  • 4 Tomaten
  • 1 Glas/Dose Kichererbsen
  • Einige Radieschen
  • Schwarze Oliven
  • 3 getrocknete Tomaten in Öl
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL Ras-el-Hanut (Gewürzmischung)
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • Salz
  1. Gurke, Tomaten, Radieschen und getrockete Tomaten in Stücke schneiden. Alle Zutaten vermengen.
  2. Den Salat zugedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

 

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Sauerteig selber machen – Wie, was und warum? (Teil 1)

Wäre “Teigi” ein Kind, ginge er in die 3. Klasse. Und wäre er ein Hund oder eine Katze, bekäme er bald “Senioren-Futter”. Den überwiegenden Teil seines Lebens verbringt er im Dunklen, bei +8°C. Im Kühlschrank.”Teigi” heißt mein Sauerteig.

Nach der Veröffentlichung des Rezepts für das Chia-Brot wurde ich öfter gefragt, wie das mit dem Sauerteig denn geht und wo man diesen bekommt. Darum soll es in meiner  Artikelreihe gehen. Heute erstmal das Grundlegende: Wie, was und warum überhaupt. “Sauerteig selber machen – Wie, was und warum? (Teil 1)” weiterlesen

Mr. B.’s Gyros-Gewürz

Ich liebe das vegane Gyros von “Mehr als Rohkost”. Die Art den Seitan zu machen ist sehr einfach und das Ergebnis von der Konistenz toll. Mr. B. hat dazu seine eigene Gewürzmischung kreiert.

 

Zutaten für 2 große Portionen Seitan-Gyros:

  • 2 TL Koriandersamen
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Anissamen
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • 1 Messerspitze Chili
  • 1 Knoblauchzehe

Alle Zutaten im Mörser zerkleinern.